Inspiration & Glaube

Der Apostel Thomas: Vergewisserung als Stärkung des Glaubens?

Beschreibung

Häufig wird der Apostel Thomas als „der ungläubige Thomas“ bezeichnet, weil er nach Jesu Auferstehung seine Finger in dessen Wundmale legen will, um sich zu überzeugen, dass Jesus wirklich zurückgekehrt ist (Joh 20, 25). Dieser rügt ihn nicht dafür, sondern erlaubt Thomas, ihn zu berühren. In Joh 20, 28 reagiert der mit einem bestätigenden „Mein Herr und mein Gott!“. Darauf erklärt Jesus: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ (Joh 20, 29)

 

In der Wissenschaft wird dieser Vorgang heute mitunter aus einer anderen Perspektive betrachtet: Manche Forscher sehen Thomas nicht mehr nur als Ungläubigen, sondern auch als Menschen, der sich seines Glaubens vergewissern will. Andere betrachten ihn gar als Zweifelnden, der wissenschaftliches Denken zur Anwendung bringt, um zu Einsichten zu kommen, die keine Widersprüche enthalten.

 

Lange wurde der Gedenktag von Thomas am 21. Dezember jeden Jahres gefeiert, also am Tag der Wintersonnenwende – dieser Tag mit der längsten Nacht des Jahres sollte symbolisch stehen für den weiten Weg von der Dunkelheit des Zweifels zum Licht der Erkenntnis. Im Jahr 1969 verlegte Papst Paul VI. den Gedenktag im Zuge einer Reform auf den 3. Juli: An diesem Tag in einem Jahr des vierten Jahrhunderts sollten die Gebeine von Thomas aus Indien in der mesopotamischen Stadt Edessa angekommen sein, die wir heute als türkische Stadt Urfa kennen. Angeblich gelangten sie später über Griechenland in die Stadt Ortona an der italienischen Adriaküste.

 

Was hatte Thomas in Indien gemacht? Angeblich war Indien ihm unter den Aposteln per Los als Gebiet für seine missionarische Arbeit zugefallen, er soll dort zahlreiche Menschen zum Christentum bekehrt haben, bevor er als Märtyrer getötet wurde. Und womöglich liegt darin eine besondere Qualität der Erzählungen rund um den „kritischen Thomas“: Vielleicht hat er nach überprüfbaren Tatsachen gesucht, die seinen Glauben so gestärkt haben, dass er andere Menschen davon überzeugen und ihn sogar bis in den Tod vertreten könnte.

 

Für die Steyler Missionare ist Indien heute ein wichtiges Ziel ihrer Arbeit. Dies sind einige aktuelle Beispiele:

Wie die Steyler Missionare Familien am Himalaja aus der Leibeigenschaft führen

In einem abgelegenen Gebiet Indiens, am Fuße des Himalaja, lebt der Stamm der Puroik seit Jahrhunderten in Leibeigenschaft. Mit Bildung versuchen die Steyler Missionare, dieser Unterdrückung ein Ende zu setzen

https://www.lebenjetzt.eu/steyler-inside/detail/wie-die-steyler-missionare-familien-am-himalaja-aus-der-leibeigenschaft-fuehren.html#dismiss

Mitleben auf Zeit: Pflegen, lernen, wachsen - ein Freiwilligenjahr in Indien

Als Ima Neves mit 19 Jahren nach Mumbai ging, wusste sie: Einfach wird es nicht. Doch das Jahr im Krankenhaus der Steyler Missionsschwestern wurde zu einer prägenden Erfahrung. Sie pflegte Kranke, half in den Slums – und fand Klarheit über ihren Weg. Heute studiert sie Medizin – mit einem anderen Blick auf die Welt

https://www.lebenjetzt.eu/steyler-inside/detail/mitleben-auf-zeit-pflegen-lernen-wachsen-ein-freiwilligenjahr-in-indien.html

Mehr Wasser für mehr Leben durch die Steyler Missionare

Immer mehr Regionen der Welt sind von Dürre und Wassermangel betroffen. Die Folge: Hunger, Konflikte, Seuchen. Die Steyler Missionare wollen helfen. Zum Jubiläumsjahr sollen 150 Brunnen gebohrt werden, um die Not zu lindern und Menschenleben zu retten

https://www.lebenjetzt.eu/steyler-inside/detail/mehr-wasser-fuer-mehr-leben-durch-die-steyler-missionare.html

Die Steyler Schule in Indien

Wer auf die St.-Mary-Schule im indischen Zaheerabad geht, hat Glück. Die Schule, die nur Kinder aus den Armenvierteln besuchen, wird von einem begeisterten Pädagogen geleitet – einem Steyler Missionar

                   https://www.lebenjetzt.eu/steyler-inside/detail/die-steyler-schule-in-indien.html

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