
Was sind die Ursprünge von Pfingsten?
In der Apostelgeschichte wird die Geschichte von Pfingsten erzählt:
Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamíter, Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrýgien und Pamphýlien, von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselýten, Kreter und Áraber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
Apostelgeschichte 2, 1 - 11
Bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde Pfingsten zusammen mit Himmelfahrt besonders gefeiert. Seit dem 4. Jahrhundert wird Pfingsten als eigenständiges Fest des Heiligen Geistes gefeiert.
Pfingsten hat eine Entsprechung im jüdischen Festkalender, bekannt als „Schawuot". Es wird 50 Tage nach Pessah gefeiert und markiert das jüdische Erntedankfest, das auch als „Wochenfest" bekannt ist. Diese Zeit fiel zusammen mit der Weizenernte im Heiligen Land und erinnert an die Gabe der Zehn Gebote und den Bund Gottes mit dem Volk Israel. Nach der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n. Chr. wurde Schawuot auch als Erinnerung an das Wochenfest gefeiert.
Wie wird Christi Himmelfahrt gefeiert?
- Feuer als Symbol des Heiligen Geistes: Pfingsten ist eng mit dem Symbol des Feuers verbunden, da der Heilige Geist laut der biblischen Erzählung in Form von Flammenzungen auf die versammelten Jünger herabkam. Die liturgische Farbe Rot wird verwendet, um diesen Bezug zum Feuer herzustellen und findet sich, besonders in der katholischen Kirche - in den Gewändern der Priester, Messdienerinnen und Messdiener.
- Prozessionen: In einigen ländlichen Gegenden gibt es Pfingstprozessionen, oft verbunden mit dem traditionellen Wettersegen und der Bitte um eine gute Ernte.
- Schmücken mit Blumen und grünen Zweigen: Kirchen, Häuser und Brunnen werden als Zeichen für neues Leben und Fruchtbarkeit mit Blumen und grünen Zweigen geschmückt.
- Taufe: Aufgrund der Bedeutung von Pfingsten als Gründungs- oder „Geburtstag der Kirche" ist es auch ein beliebter Termin für Taufen. Viele Tauffeste finden in der Zeit um Pfingsten statt.
Habe ich an Pfingsten frei?
Pfingsten – aufgeteilt in Pfingstsonntag und Pfingstmontag – ist ein kirchlicher und gesetzlicher Feiertag. Pfingstsonntag ist dabei ein sonntagsgleicher Feiertag, der Pfingstmontag ist in ganz Deutschland ein Feiertag. Der Pfingstmontag ist auch Feiertag in Österreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg, Ungarn, Dänemark, Norwegen sowie in weiten Teilen der Schweiz. In Italien hingegen ist Pfingstmontag kein Feiertag.
In einigen Bundesländern so Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, ist auch der Dienstag nach Pfingsten ein schulfreier Tag. Längere Pfingstferien gibt es beispielsweise in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Baden-Württemberg und in Bayern.
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