Erstellt von Carolin Kühnast
Leben & Gesellschaft

Red Wednesday: Ein Zeichen für verfolgte Christen

Beschreibung

Cristo Redentor in Rio de Janeiro zum Red Wednesday

Ein Zeichen für verfolgte Christen: Die Christusstatue Cristo Redentor in Rio de Janeiro wurde zum Red Wednesday rot angestrahlt | Foto: Kirche in Not/ACN Deutschland

Der Red Wednesday setzt ein Zeichen für verfolgte Christen und Religionsfreiheit. Wie wichtig Respekt und Solidarität sind, zeigt auch die Missionsarbeit der Steyler.

Warum am Red Wednesday Gebäude rot leuchten

Den eigenen Glauben offen leben, gemeinsam beten oder einen Gottesdienst besuchen: Für viele Christen ist das nicht selbstverständlich. Auf ihre Bedrängnis macht das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" mit dem Red Wednesday aufmerksam. Weltweit werden dafür Kirchen, Klöster, Denkmäler und öffentliche Gebäude rot angestrahlt – als sichtbares Zeichen der Solidarität mit verfolgten, unterdrückten und bedrohten Christen.

In diesem Jahr findet der Red Wednesday am 18. November 2026 statt. Wer sich beteiligen möchte, ist aber nicht auf diesen einen Tag beschränkt: Der Aktionszeitraum in Deutschland reicht vom 1. bis zum 22. November. Neben der roten Beleuchtung gehören Veranstaltungen und gemeinsame Gebete dazu. Sie geben Gelegenheit, sich mit der Situation betroffener Menschen auseinanderzusetzen und das Thema Religionsfreiheit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Steyler Missionsarbeit: Menschen begleiten, Unterschiede respektieren

Solidarität zeigt sich nicht nur in einem leuchtenden Zeichen, sondern auch im täglichen Einsatz für andere. Hier knüpft die Arbeit der Steyler Missionare an: In ihren weltweiten Projekten begleiten sie Menschen, die Unterstützung brauchen, und eröffnen ihnen Möglichkeiten, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Ihre Hilfe machen sie weder von der Religion noch von der Kultur oder dem Geschlecht eines Menschen abhängig. Im Mittelpunkt stehen praktische Unterstützung, Hilfe zur Selbsthilfe und der Austausch auf Augenhöhe.

Was Mission heute bedeutet

Wie sich dieses Verständnis entwickelt hat, erklärt Pater Christian Tauchner SVD im Gespräch mit „Leben jetzt“. Der Direktor des Missionswissenschaftlichen Instituts in St. Augustin beschreibt Mission nicht als Einbahnstraße, auf der die einen lehren und die anderen zuhören. Zu ihr gehört für ihn auch die Bereitschaft, selbst zu lernen, die Erfahrungen anderer ernst zu nehmen und ihre Lebenswelt zu respektieren. Geprägt hat ihn dabei unter anderem seine Zeit als junger Missionar in Ecuador. Mission findet für Tauchner deshalb nicht nur in fernen Ländern statt. Auch in Deutschland bedeutet sie, Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen und für Menschlichkeit und Solidarität einzutreten. 

Mehr dazu lesen Sie in unserem Interview „Aufbrechen, lernen, wirken – Ein Leben als Steyler Missionar“.

 

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So können Sie sich beteiligen

Wer am Red Wednesday ein Zeichen setzen möchte, kann eine Veranstaltung besuchen oder selbst etwas anstoßen – etwa in der Kirchengemeinde, im Verein oder gemeinsam mit anderen Engagierten. "Kirche in Not" ruft ausdrücklich auch Einzelpersonen zur Teilnahme auf und informiert auf der Website zur Aktion über den Red Wednesday.

Wer darüber hinaus die weltweite Arbeit der Steyler unterstützen möchte, kann sich über unsere zahlreichen Hilfsprojekte informieren. Dort wird aus dem Einsatz für Solidarität konkrete Unterstützung.

 

 

 

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