Quasi das Hauptquartier der Steyler Missionare in Rom. Hier leben und arbeiten der Generalsuperior und seine engsten Mitarbeiter.
Alle sechs Jahre kommen Amtsträger und Delegierte aus allen Steyler Provinzen zu einer Hauptversammlung zusammen, dem Generalkapitel. Es ist die höchste rechtliche Autorität der Gesellschaft des Göttlichen Wortes. Das Generalkapitel beurteilt die aktuelle Situation der Welt und der Gesellschaft, überprüft die Aufgaben der Missionsgemeinschaft und legt die Schwerpunkte der Arbeit für die nächsten Jahre fest. Es stärkt alle Steyler Missionare in ihrem Dienst und fördert ihre Einheit. Auch werden auf dem Generalkapitel der Generalsuperior und sein Rat gewählt.
Der Generalsuperior ist der Chef an der Spitze der gesamten Gesellschaft des Göttlichen Wortes, wie die Steyler Missionare offiziell heißen. Ihm unterstehen alle Provinzen, Lokalkommunitäten und Mitbrüder. Er übt sein Leitungsamt gemeinsam mit seinem Rat aus. Der Generalsuperior wird auf dem Generalkapitel für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt und darf anschließend noch höchstens zweimal wiedergewählt werden. Dass er ordensintern manchmal schlicht als „General“ bezeichnet wird, kann zu Missverständnissen führen, in manchen Lebenslagen auch von Vorteil sein: Als der Fahrer von Generalsuperior Heinz Kulüke unlängst in Lateinamerika von der Polizei angehalten wurde, weil er das Tempolimit nicht beachtet hatte, rechtfertigte er sich den Beamten gegenüber mit dem Satz „Aber ich habe doch den deutschen General im Wagen!“ Die Polizisten salutierten daraufhin und gestatteten die Weiterfahrt.


