Erstellt von Gudrun Schriever
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Vorsicht Kältegefahr: Die Eisheiligen kommen

Beschreibung

Die Eisheiligen kommen
Die Eisheiligen kommen

Vom 11. bis 15. Mai kann es noch einmal frostig werden - wenn die Eisheiligen kommen | Foto: Adobe Stock

Der Mai wird nicht umsonst Wonnemonat genannt. Die Sonne wärmt mit jedem Tag mehr. Überall sprießt und blüht es. Richtig schön. Aber Achtung: Es kann auch so richtig kalt werden – wenn die Eisheiligen kommen.

In dieser knappen Woche besteht zum letzten Mal im Frühling die Gefahr, dass der Frost noch einmal zurückkehrt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte empfindliche Pflänzchen daher besser erst später nach draußen setzen. 

Fünf besondere Heilige

An diesen Tagen werden außerdem in der Kirche die Heiligen MAMERTUS, PANKRATIUS, SERVATIUS, BONIFATIUS und SOPHIA verehrt (mehr zu ihnen finden Sie auf der rechten Seite). Die Eisheiligen sind also Tage, an denen an bestimmte heilige Menschen erinnert wird und an denen es noch einmal zu Frost kommen kann. 

Schon seit Jahrhunderten haben Menschen beobachtet, dass es um diese Tage im Mai herum häufig noch einmal kalt wird. Vor allem Bauern richteten sich danach: Erst nach den Eisheiligen wurden empfindliche Pflanzen ausgesät oder ins Freie gesetzt. Diese Erfahrung wurde über viele Generationen weitergegeben – lange bevor es moderne Wettervorhersagen gab.

Frost im Mai?

Durch die Klimaerwärmung passiert es allerdings immer seltener, dass es im Mai wirklich noch einmal friert. Vielleicht werden die fünf eines Tages daher nur noch Heilige sein. Ganz ohne Eis.

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Zur Rubrik

Die Eisheiligen stellen sich vor

Mamertus | 11. Mai

war Bischof von Vienne in Frankreich. Es wird erzählt, dass er Wunder vollbringen konnte. Er soll sogar ein mächtiges Feuer gestoppt haben, das die Stadt bedrohte.

Pankratius | 12. Mai

war erst 14 Jahre alt, als er zum Märtyrer wurde. Man hat ihn in Rom wegen seines Glaubens hingerichtet.

Servatius | 13. Mai

gab es wahrscheinlich gleich zweimal. Doch schon vor langer Zeit vermischten sich Geschichten der beiden Heiligen. Der eine war Bischof im heutigen Belgien. Er soll vorausgesehen haben, dass fremde Reiterkrieger, die Hunnen, in Europa einfallen würden. So konnte er die Menschen warnen.

Bonifatius | 14. Mai

war anfangs selbst gar kein Christ. Aber dann sah er, wie Christen verfolgt wurden und trotz Todesgefahr fest in ihrem Glauben blieben. Das hat ihn so tief beeindruckt, dass er sich ebenfalls taufen ließ – wofür ihn römische Soldaten töteten.

Sophia | 15. Mai

ist die einzige Frau in dieser Reihe. Auch sie starb während der Christenverfolgung im Römischen Reich für ihren Glauben. Als „Kalte Sophie“ beendet sie die Eisheiligen.

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