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Was ist eigentlich die Fastenzeit?

Beschreibung

Betender Mensch auf einem Berg
Die Fastenzeit ist ein Fest der Besinnung

Die Fastenzeit ist ein Fest der Besinnung Foto: iStock

Zwischen Aschermittwoch und Ostern lädt die christliche Fastenzeit zu bewusster Besinnung ein. Warum sie 40 Tage dauert, welche Bedeutung Gebet und Verzicht haben und weshalb es heute um weit mehr geht als nur Fasten - ein Blick auf Sinn, Ursprung und Wandel dieser besonderen Zeit

Im Christentum stimmen sich die Gläubigen von Aschermittwoch bis Karfreitag 40 Tage mit Gebet, Fasten, Freigebigkeit bei Spenden, Fürsorge und Nächstenliebe auf Ostern ein. Insbesondere an Aschermittwoch und Karfreitag gilt ein strenges Fasten- und Abstinenzgebot.

Warum dauert die Fastenzeit 40 Tage?

Damit wird an die 40 Tage erinnert, die Jesus dem Evangelium zufolge betend und fastend in der Wüste verbrachte, bevor er durch sein Wirken öffentlich bekannt wurde. Und auch im Alten Testament hat die Zahl 40 eine besondere Bedeutung. Da der Sonntag traditionell ein Tag der Freude ist, werden die sechs Fastensonntage nicht mitgezählt. Eigentlich umfasst die Fastenzeit also 46 Tage.

Nicht nur Verzicht

Bis Mitte des 16. Jahrhunderts mussten sich Christen an die strengen Fastenvorschriften der Kirche halten. Verstöße wurden mit Strafen geahndet. Heute ist das Fasten ein zeitlich begrenzter, bewusster Verzicht auf ganz unterschiedlichen Konsum oder Gewohnheiten. Sinn der Fastenzeit ist es, über den eigenen Lebensstil nachzudenken und so die Beziehung zu anderen Menschen und Gott zu verbessern. Entstandende Freiräume können genutzt werden, um sich wieder mehr mit Glaubensthemen auseinanderzusetzen. Nicht nur Verzicht, sondern auch ein Mehr von dem, was uns guttut, kann uns diesem Ziel näherbringen.

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