Krankenhaus im Kongo: Helfen, auch wenn das Nötigste fehlt
Beschreibung
Wenn der Strom ausfällt, muss die Behandlung weitergehen. Im Krankenhaus der Steyler Missionare in Bandundu Ville in der Demokratischen Republik Kongo versorgen Bruder Innocent und sein Team Kranke, Schwangere und Vertriebene – mit großer Hingabe und oft erschreckend wenig Mitteln.

Dr. Innocent: Hilfe für Kranke und Schwangere im Kongo
Der 47-jährige Steyler Bruder, eines von zehn Kindern einer christlichen Familie, leitet das Krankenhaus „Verbe Divin“ – „Wort Gottes“ – der Steyler Missionare. Es ist ein schlichter Bau, in dem jeden Tag Leben gerettet wird. Bis zu 60 Patientinnen und Patienten behandeln Dr. Innocent und sein Team täglich, rund um die Uhr und unter Bedingungen, die für uns kaum vorstellbar sind. Fehlende Krankenakten und Vorsorgepässe sind dabei noch das geringste Problem.
Frauen treffen oft nach einer Hausgeburt und mit seit zwölf Stunden anhaltenden Blutungen bereits im Schockzustand ein. Andere erreichen das Krankenhaus mit Ödemen bis zu den Knien und Anzeichen einer lebensbedrohlichen Sepsis. Krankenwagen stehen nicht zur Verfügung. Die Menschen kommen per Einbaum, Fahrrad oder Motorrad. Dass der Transport so schwierig ist, kostet Leben.
Während der Regenzeit sind die Straßen besonders schlecht passierbar, erst recht bei Nacht. Dennoch nehmen viele Menschen den langen, beschwerlichen Weg zum „Verbe Divin“ auf sich. Das Krankenhaus versorgt auch Patientinnen und Patienten, insbesondere Schwangere, aus dem Einzugsgebiet anderer Gesundheitseinrichtungen. „Sie alle vertrauen darauf, es mit einem Geistlichen und medizinischem Fachpersonal zu tun zu haben“, sagt Dr. Innocent.

Stromausfälle im Krankenhaus: Notkaiserschnitte mit Stirnlampen
Lösungen müssen oft im Minutentakt gefunden werden. Weil es vor Ort keine Blutbank gibt, wird jemand losgeschickt, um schnellstmöglich Blut zu beschaffen. Fällt wieder einmal der Strom aus, werden Blutgruppen bei Taschenlampenlicht bestimmt und Notkaiserschnitte mit Stirnlampen durchgeführt. Auch der Kühlschrank mit den Impfstoffen ist dann betroffen.
Das Krankenhaus verfügt zwar über gut ausgestattete Zimmer, Labore und weitere Funktionsbereiche. Doch trotz vorhandener Anschlüsse gibt es nach Angaben der Klinik in 75 Prozent der Fälle weder fließendes Wasser noch eine stabile Stromversorgung. Deshalb können die Brutkästen für Frühgeborene nicht zuverlässig genutzt werden. Auch die fünf großen Operationssäle sind bislang nicht einsatzbereit: Es fehlen Stromaggregate und eine Sauerstoffversorgung. Solaranlagen und Brunnen könnten die Lage verbessern.

Hilfe für „Verbe Divin“: Was das Krankenhaus dringend braucht
Medizinisch ist das Team gut aufgestellt. Drei weitere Ärzte unterstützen Dr. Innocent und gewährleisten eine ärztliche Präsenz rund um die Uhr. Hinzu kommt ein gut organisiertes Pflegeteam. Es mangelt jedoch an Geräten: an Doppler-Ultraschallgeräten, CT- und Röntgengeräten sowie an Dialysemöglichkeiten.
Das schwächste Glied der Kette, sagt Dr. Innocent, ist das Labor. Material für spezielle Untersuchungen fehlt, die technische Ausstattung reicht nicht aus. Das erschwert beispielsweise die Diagnose von Lungenembolien. Für dringend benötigte Anschaffungen braucht das Krankenhaus Geld.
„Die Lösung dieser Probleme könnte den Menschen Hoffnung geben und ihr Überleben sichern“, sagt Dr. Innocent. Obwohl ihn jeden Tag neue Schwierigkeiten erwarten, behält er den Überblick und seine Zuversicht. Umsichtig und geduldig widmet er sich seinen Patienten, tröstet sie und hört ihnen zu. Zwischendurch scherzt er mit seinem Team.
Fotos: SVD
Den ganzen Beitrag und viele andere Projekte der Steyler Missionare lesen Sie in unserer Zeitschrift ‚Leben jetzt‘ - Hier bestellen!
Wenn Sie die Arbeit im Krankenhaus im Kongo unterstützen möchten, können Sie gerne spenden:
Österreich:
MISSIONSPROKUR ST. GABRIEL INTERNATIONAL
IBAN AT26 2011 1800 8068 0800
Einzahlungsreferenz: 1590X
Verwendungszweck: Krankenhaus Kongo „Verbe Divin“
Schweiz:
MISSIONSPROKUR MARIA HILF
IBAN: CH16 0900 0000 9001 3192 2
Stichwort: Spital Kongo
Deutschland:
STEYLER MISSION
IBAN DE77 3862 1500 0000 0110 09
BIC GENODED1STB - Stichwort: 26LJNOV
Falls das Projekt vorzeitig ausfinanziert sein sollte, fließen Ihre Spenden in die weltweite Arbeit der Steyler Missionare und werden für ähnliche Projekte.
